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Die Phasen der Lichtplanung: So planst du Schritt für Schritt

  • Autorenbild: Marcel #meinLichtcoach
    Marcel #meinLichtcoach
  • 10. März 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. März 2024

Lichtplanung ist ein komplexer Prozess, der in mehrere Phasen unterteilt werden muss. In diesem Blogartikel erklären wir dir die einzelnen Phasen der Lichtplanung detailliert und geben dir hilfreiche Tipps für die Umsetzung.

 

1. Analyse:

In der ersten Phase der Lichtplanung geht es darum, die Anforderungen an die Beleuchtung umfassend zu erfassen. Dazu gehören:

  • Die Nutzung des Raumes: Wohnraum, Arbeitsbereich, Küche,...

  • Die gewünschte Atmosphäre: Gemütlich, anregend, entspannend,...

  • Die individuellen Bedürfnisse: Sehkomfort, Lichtfarbe, Lichtintensität,...

  • Die baulichen Gegebenheiten: Raumgröße, Fensterflächen, Deckenhöhe,...

  • Die energetischen Aspekte: Energieeffizienz, Nachhaltigkeit

  • Die rechtlichen Rahmenbedingungen: Normen, Richtlinien, Sicherheitsbestimmungen

  • Das Budget: Finanzielle Möglichkeiten für die Umsetzung


2. Konzept:

In der zweiten Phase der Lichtplanung wird ein detailliertes Lichtkonzept erstellt. Dieses beinhaltet:

  • Die Auswahl der Lichtquellen: Lampentypen, Leuchten, Lichtfarbe, Lichtintensität, Farbwiedergabeindex, Lebensdauer, etc.

  • Die Anordnung der Lichtquellen: Grundbeleuchtung, Akzentbeleuchtung, Dekobeleuchtung, etc.

  • Die Steuerung der Beleuchtung: Dimmbarkeit, Bewegungsmelder, Zeitschaltuhren, Smart-Home-Integration, etc.

  • Die Lichtberechnung: Beleuchtungsniveau, Gleichmäßigkeit, Blendung, Schattenwurf

  • Die Visualisierung: 3D-Modellierung, Lichtsimulation, Renderings

3. Ausschreibung und Vergabe:

In der dritten Phase der Lichtplanung erfolgt die Ausschreibung der Leistungen und die Vergabe der Aufträge an die ausführenden Unternehmen. Dazu gehört:

  • Die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses: Detaillierte Beschreibung der gewünschten Leistungen, Beschreibung der benötigten Verkabelung

  • Die Einholung von Angeboten: Vergleich von verschiedenen Anbietern

  • Die Vergabe der Aufträge: Auswahl der geeignetsten Unternehmen

 

4. Umsetzung:

In der vierten Phase der Lichtplanung wird das Lichtkonzept in die Praxis umgesetzt. Dazu gehört:

  • Die Lieferung der Leuchten und die Unterstützung der Betriebe, die die Leuchten installieren

  • Umsetzung der Verkabelung aus der Ausschreibung

  • Die Inbetriebnahme der Beleuchtung durch einen Fachbetrieb

  • Die Einweisung der Nutzer in die Steuerung

  • Die Abnahme der Anlage durch einen Fachbetrieb

 

5. Wartung (erfolgt meist durch den Betreiber der Anlage):

In der fünften und letzten Phase der Lichtplanung geht es um die regelmäßige Wartung der Beleuchtung. Dazu gehört:

  • Der Austausch von defekten Leuchtmitteln

  • Die Reinigung der Leuchten

  • Die Überprüfung der Funktion der Beleuchtung

  • Die Anpassung der Beleuchtung an veränderte Bedürfnisse

  • Die Wartung der Steuerungssysteme

 

6. Dokumentation:

Während des gesamten Planungsprozesses sollte eine umfassende Dokumentation erstellt werden. Diese beinhaltet:

  • Alle relevanten Unterlagen: Pläne, Skizzen, Berechnungen, Fotos, etc.

  • Die Kontaktdaten aller Beteiligten

  • Die Wartungsanleitungen

 

7. Qualitätssicherung:

Die Qualität der Beleuchtung sollte durchgehend überwacht werden. Dazu gehört:

  • Die Kontrolle der Einhaltung der Vorgaben

  • Die Durchführung von Messungen – (bei Normgerechter Beleuchtung notwendig)

  • Die Bewertung der Beleuchtung durch die Nutzer

Mit der richtigen Herangehensweise und einem professionellen Lichtkonzept lässt sich eine Beleuchtung realisieren, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist, den individuellen Bedürfnissen entspricht und gleichzeitig die Umwelt schont.


Weitere Tipps zur Lichtplanung:

  • Beziehe einen Fachmann ein: Ein Lichtplaner kann dir helfen, die optimale Beleuchtung für deine Bedürfnisse zu finden.

  • Nutze Lichtplanungssoftware: Es gibt verschiedene Softwareprogramme, die dir bei der Planung der Beleuchtung helfen können. (Grundkenntnisse der Lichttechnik sind hier aber immer erforderlich -  Software kann nur das Wissen unterstützen.)

  • Informiere dich über aktuelle Trends und Technologien: Die Lichttechnik entwickelt sich ständig weiter. Es lohnt sich, auf dem Laufenden zu bleiben, um die neuesten Möglichkeiten nutzen zu können.

  • Achte auf die Umweltverträglichkeit: Wähle energieeffiziente Leuchtmittel und Lampen.



Mit etwas Planung und Kreativität kannst du Licht gezielt einsetzen, um dein Zuhause in ein Wohlfühlparadies zu verwandeln.

In unserem Blog findest du weitere Informationen und Tipps zur Lichtplanung.

 

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2 Kommentare


stefan-klein-2
08. Mai

Ich mag, dass du das in Phasen erklärst, weil viele (inkl. mir früher) Lichtplanung einfach als “Deckenlampe aussuchen” behandeln. Der Abschnitt mit unterschiedlichen Ebenen/Lichtstimmungen hat mir echt geholfen zu verstehen, warum ein Raum trotz schöner Möbel oft kalt wirkt: es fehlt halt indirektes Licht und gezielte Akzente. Ich habe hier außerdem gelesen, dass ein Beleuchtungskonzept genau diese Mischung aus Grundlicht + Akzent + Funktion strukturiert und man sich dadurch viele Fehlkäufe spart: https://www.elsa-service.de/lichtplanung-und-beleuchtungskonzept/

Hast du eine einfache Faustregel, wie viele Lichtquellen pro Raum “minimum” sinnvoll sind, ohne dass es überladen wirkt?

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jasmin.ellmer
11. Mai
Antwort an

Hallo Stefan, vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.😊 Genau das ist tatsächlich einer der häufigsten Punkte: Viele verbinden Lichtplanung zunächst nur mit der Auswahl einzelner Leuchten, dabei entscheidet vor allem das Zusammenspiel verschiedener Lichtebenen darüber, wie ein Raum später wirkt und sich anfühlt.


Eine pauschale Anzahl an Leuchten pro Raum gibt es zwar nicht, aber wir arbeiten grundsätzlich mit drei verschiedenen Lichtphasen bzw. Lichtarten:

  • Grundbeleuchtung

  • Ambientebeleuchtung

  • Nachtlichtern

Dadurch entsteht ein Raum, der tagsüber funktional ist, am Abend gemütlich wirkt und nachts trotzdem angenehm nutzbar bleibt – ohne dass man geblendet wird oder sofort die volle Beleuchtung benötigt.

Wichtig hierbei ist die richtige Platzierung der Lichtquellen. Entscheidend ist weniger die Menge der Leuchten, sondern vielmehr deren Positionierung und die jeweilige Lichtwirkung.


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