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Wie viele Spots braucht ein Raum? Warum es keine pauschale Antwort gibt

Autorenbild: Jasmin #meinLichtcoach
Jasmin #meinLichtcoach
vor 11 Minuten
3 Min. Lesezeit

Wer einen Neubau oder eine Sanierung plant, kommt früher oder später zu einer scheinbar einfachen Frage:

Wie viele Spots brauche ich eigentlich in einem Raum?

Vielleicht hast du schon Grundrisse gesehen, auf denen Spots gleichmäßig über die gesamte Decke verteilt wurden. Doch eine durchdachte Lichtgestaltung beginnt nicht mit einem festen Spot-Raster. Sie beginnt mit der Frage, wie du den jeweiligen Raum später nutzen möchtest.

Denn die richtige Anzahl und Position der Spots hängt nicht allein von der Größe eines Raumes ab.

Die Raumgröße allein entscheidet nicht über die Anzahl der Spots

Zwei Wohnzimmer mit derselben Grundfläche können völlig unterschiedlich beleuchtet werden.

Warum? Weil beispielsweise die Möblierung, die Architektur und die Nutzung des Raumes unterschiedlich sein können.

Wo steht später das Sofa? Wo möchtest du lesen? Gibt es einen Esstisch? Welche Bereiche sollen besonders hervorgehoben werden? Gibt es zusätzlich Pendelleuchten, indirekte Beleuchtung oder andere Lichtquellen?

All diese Punkte beeinflussen, welches Licht benötigt wird und wo es sinnvoll positioniert werden sollte.

Deshalb betrachten wir bei einer Lichtgestaltung nicht einfach nur die Quadratmeterzahl und verteilen anschließend eine bestimmte Anzahl an Spots über die Decke.


Jeder Spot sollte eine Aufgabe erfüllen

Bei einer durchdachten Lichtgestaltung wird zunächst überlegt, wofür das Licht an einer bestimmten Stelle benötigt wird.

In einer Küche kann beispielsweise eine gute Beleuchtung der Arbeitsbereiche wichtig sein. Am Esstisch stehen andere Anforderungen im Vordergrund. Im Wohnzimmer wiederum möchtest du vielleicht lesen, fernsehen, Gäste empfangen oder am Abend einfach entspannen.

Das bedeutet auch: Licht muss nicht überall im Raum identisch sein.

Die Position eines Spots ergibt sich deshalb aus dem Zusammenspiel von Raumnutzung, Möblierung, Architektur und gewünschter Lichtwirkung.


Spots sind nur ein Baustein einer guten Lichtgestaltung

Ein weiterer wichtiger Punkt: Eine gute Beleuchtung besteht nicht ausschließlich aus Deckenspots.

Bei #meinLichtcoach betrachten wir die Beleuchtung in drei Stufen:

Grundbeleuchtung sorgt für die notwendige Helligkeit und Orientierung im Raum.

Ambientebeleuchtung schafft Atmosphäre und kann Architektur, Möbel oder bestimmte Bereiche eines Raumes gezielt hervorheben.

Nachtlicht ermöglicht eine dezente Orientierung in den Abend- und Nachtstunden, ohne dafür die normale Raumbeleuchtung einschalten zu müssen.

Erst das Zusammenspiel unterschiedlicher Lichtlösungen ermöglicht es, die Beleuchtung an verschiedene Situationen anzupassen.

Ein Raum muss schließlich beim Kochen oder Arbeiten andere Anforderungen erfüllen als bei einem gemütlichen Abend auf der Couch.


Warum die Möblierung schon bei der Lichtgestaltung wichtig ist

Idealerweise wird die spätere Möblierung bereits berücksichtigt, bevor die Positionen der Lichtauslässe endgültig festgelegt werden.

Ein einfaches Beispiel ist der Esstisch: Wird seine Position später verändert, kann eine bereits festgelegte Pendelleuchte plötzlich nicht mehr mittig über dem Tisch sitzen.

Ähnliches gilt für Küchen, Schränke, Sofas, Arbeitsbereiche oder andere feste und geplante Einrichtungsgegenstände.

Je früher diese Informationen in die Lichtgestaltung einfließen, desto gezielter können die unterschiedlichen Lichtlösungen positioniert werden.


Lichtgestaltung vor der finalen Elektroplanung

Gerade beim Neubau ist der Zeitpunkt der Lichtgestaltung entscheidend.

Wir empfehlen, sich mit dem Licht zu beschäftigen, bevor die Elektroplanung und damit die Positionen der benötigten Auslässe endgültig festgelegt werden.

Die Lichtgestaltung definiert zunächst, welches Licht an welcher Stelle benötigt wird. Auf dieser Grundlage können anschließend die notwendigen Voraussetzungen in der Elektroplanung berücksichtigt werden.

So vermeidest du, dass später ein Lichtauslass an einer Stelle vorhanden ist, an der er eigentlich gar nicht benötigt wird – oder dort einer fehlt, wo deine Lichtgestaltung ihn vorgesehen hätte.


Also: Wie viele Spots braucht ein Raum?

Die Antwort lautet: So viele, wie für die geplante Lichtgestaltung sinnvoll sind.

Eine pauschale Zahl anhand der Raumgröße greift zu kurz. Entscheidend ist das Gesamtkonzept aus Raum, Nutzung, Möblierung, Architektur und den unterschiedlichen Lichtlösungen.

Spots können dabei ein wichtiger Bestandteil sein – aber eben nur ein Bestandteil.


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